Auch in diesem Jahr haben wir wieder unsere Projekte in Sri Lanka besucht. Es ist fast schon wie „nach Hause kommen“, wenn wir in Colombo aus dem Flugzeug steigen.
Wir bezogen wieder unsere Unterkunft in Nähe des Kinderheims in Ronnaduwa/ Ambalangoda und besuchten die dortige Schule, die jetzt Senanayake Schule heißt, nach dem Förderer und unserem Grundstücksgeber. Der Zustand insgesamt ist sehr ärmlich, ein grosser Raum wird -wenn er nicht als Saal gebraucht wird- mit mobilen Wänden in Klassenräume unterteilt. Sportunterricht kann nicht stattfinden, weil es kein Geld für die Einrichtung eines Sportplatzes vom Staat gibt. Der Staat sorgt ledig-lich für Gebäude und Bezahlung der Lehrkräfte, die Ausstattung mit Lehr- und Lern-material obliegt den Eltern, die dort nicht in der Lage sind, diese finanzielle Last zu tragen.
Da unsere Mädchen diese Schule besuchen, wollen wir sie nach Kräften mit Ihren Spenden finanziell unterstützen.
Ein weiterer Besuch galt der Aththudawa School in Matara, wo wir mit großem „Trara“ der Schulband begrüßt wurden. Ein großes Programm mit Tanz und Textbei-trägen in Deutsch überraschte uns sehr, die Kinder und Lehrer drückten so ihren großen Dank an uns – das heisst auch an Sie, unsere Spender – aus.
Die durch die großzügigen Spenden der Riedlinger Schule ermöglichten Neuerungen wurden uns mit Stolz vorgeführt. Und dennoch fehlt es an so manchem…. so z.B. ist der Zustand der Toiletten für Besucher und Kinder mehr als beklagenswert.
Dieses Mal hatten wir genügend Zeit eingeplant, um das neueste Projekt in Badulla zu besuchen. Ein Wunsch bestand auch darin, ein vom Zyklon im letzten November beschädigtes Heim zu besuchen, das von unserem Udaya Lama Nivasaya Heim mit Essen versorgt worden war.
In strömendem Regen kamen wir zu dem Heim, das in der Nähe eines kleinen Flüss-chens liegt. Und dieses war innerhalb einer Stunde um 3 Meter angestiegen und überflutete das Parterre des Heimes. Die Mädchen hatten gottlob noch Zeit genug, die Computer, Schultaschen und Bücher aus dem Aufenthaltsraum ins Obergeschoß zu retten. Dort -im Schlafraum- harrten sie dann aus, bis Hilfe kam. Zum Glück gibt es dort Toiletten, denn die Waschräume und die Küche im unteren Geschoss waren ja nicht benutzbar.
Das von uns regelmäßig unterstützte Udaya Lama Nivasaya Heim liegt inmitten eines Wohngebietes in Badulla, die Schule ist nicht weit entfernt. Wir wurden von der Gründerin des Hauses und 2 Betreuerinnen begrüßt. Daneben gibt es noch ein Consortium von 20 Damen, die den Betreuerinnen zur Hand gehen und bei der täglichen Arbeit ehrenamtlich unterstützen. 6 dieser Damen waren zu unserer Begrüßung auch gekommen.
Das Haus ist sehr verwinkelt, einen größeren Raum gibt es nicht, so dass bei strö-mendem Regen auf dem überdachten Freigelände unsere Begrüßung stattfinden mußte. Wir wurden mit Tanz, Gesang und darstellendem Spiel überrascht. Die Mädchen hatten einen Imbiss für uns vorbereitet. Das ist besonders erwähnenswert, da es in diesem Heim keinen Koch gibt. Die Mädchen bereiten morgens vor dem Schulbesuch das Essen für 36 Mädchen und 2 Betreuerinnen vor, das sie dann mittags nach dem Schulbesuch gemeinsam in einem kleinen, wenig hellen Raum essen.
Es gibt 2 Schlafräume mit Etagenbetten, einen Computerraum, überdachte Duschen im Freien und eine sehr verwinkelte niedrige Küche. Außerdem einen sehr kleinen Garten mit einem Budhatempelchen.
Auch hier ist die Ausstattung des Heimes sehr ärmlich und beklagenswert. Dennoch machten die Mädchen auf uns einen zufriedenen und fröhlichen Eindruck. Sie hatten für uns ein prächtiges Abendessen vorbereitet, das wir mit großem Appetit gegessen haben.
Mit unseren Kindern vom CCO haben wir am letzten Tag unseres Besuches eine Party gefeiert. Sie durften im Pool herumtollen, was ihnen viel Freude und Spaß gemacht hat. Natürlich gab es auch wieder Kuchen und salzige Snacks, denen die Mädchen freudig zusprachen.
Besondere Freude bereitete uns der Besuch unserer langjährigen Repräsentantin in Colombo, Fau Inge Senanayake zu unserer Party. Sie ist schon mehrere Jahre jetzt im Ruhestand und hat es sich dennoch nicht nehmen lassen, zu kommen.
Unsere Gespräche und Beratungen mit den derzeitigen Repräsentanten hat uns aufs Neue davon überzeugt, dass unser Geld – Ihre Spenden – an der richtigen Stelle ein-gesetzt werden und dort ankommen, wo sie nötig gebraucht werden.
Dafür sind wir Ihnen, liebe Spender und Unterstützer sehr dankbar. Ohne Ihre großzügige finanzielle Unterstützung wäre das alles nicht möglich.
Mit zufriedenen Gedanken traten wir die Heimreise an, um Ihnen davon zu berichten.
